Warum 2020 das Jahr der Handlungen sein sollte:

Spätestens seit Greta Thunberg und Fridays For Future wissen alle, dass sich das Klima erwärmt. Dass wir Menschen dafür verantwortlich sind, wissen wir auch. Naturkatastrophen nehmen zu, Plastik überschwemmt unsere Weltmeere, von Winter kann man in Deutschland nicht gerade sprechen. Manchmal frage ich mich, wieso trotzdem so wenig getan wird, vor allem hier bei uns in der westlichen Welt, da wir doch aufgrund unseres Konsumverhaltens für einen Großteil der Klimaerwärmung verantwortlich sind. Dass Problem ist, dass viele Menschen keine Angst vor Dingen haben, die sie nicht unmittelbar sehen oder fühlen können. Der Klimawandel betrifft in seinen Auswirkungen vor allem folgende Generationen. Also fühlen sich viele nicht verantwortlich. Eines der Probleme, welches die aktuell geführte Klimadebatte mit sich führt, ist das, dass viele die „Wir müssen etwas tun!“ durch Mikrophone rufen, auf einer sehr politischen Ebene an den Klimaschutz herantreten. Auch Menschen, die sich vielleicht weniger für die politische Diskussion und Debatte hinter dem Klimawandel interessieren, sollen wissen, dass es auch im Alltag ganz einfach ist, einen Teil dazu beizutragen, dass dieser Planet auch in 100 Jahren noch bewohnbar ist.

 

Beispiele für nachhaltiges Leben im Alltag:

Das Repair Café beschäftigt sich damit, wie man alltägliche Gegenstände weiterverarbeiten und verwenden kann. Deshalb wollen wir diese Plattform noch stärker nutzen und alle Berliner*innen dazu auffordern 2020 zu handeln! Es folgen einige Tipps und Tricks, wie man seinen Alltag bewusster bestreiten kann: man zum Beispiel einkaufen, sollte man daran denken, immer einen Beutel mitzunehmen, um nicht immer neue (Papier)tüten in den Läden kaufen zu müssen. Steckt euch z.B. in die Taschen, die Ihr im Alltag nutzt, jeweils einen Beutel, damit Ihr gar nicht in die Situation kommt, noch eine Tüte in den Küchenschrank stopfen zu müssen. Wenn wir schon beim Einkaufen sind: Darauf zu achten, saisonal und regional zu kaufen, habt ihr bestimmt schon hundert Mal gehört aber es stimmt: Der Apfel aus Deutschland tut es genauso, wie der aus Spanien. Außerdem müssen Obst und Gemüse nicht in Plastiktüten gepackt werden, vor allem nicht alles einzeln. Wenn es um Verpackungen im Allgemeinen geht: unverpackt = weniger Plastikmüll. Klar, kann man nicht ganz um Plastiknutzung im Alltag herumkommen, langfristig muss das aber passieren und ist es nicht so: Wenn die Politik nicht schnell genug Lösungen findet, dann können wir wenigstens versuchen, einen Teil dazu beizutragen, indem wir in unserem Alltag bewusster leben. Lass 2020 zu Deinem Jahr Taten werden! Ein anderes Beispiel: Nachdem meine Waschmaschine neulich kaputt ging, habe ich angefangen, meine Kleidung einfach mal wieder zu lüften, um weniger in den Waschsalon laufen zu müssen. Es hat tatsächlich dazu beigetragen, dass ich weniger Klamotten verbraucht habe, also auch Wasser gespart habe. Apropos Kleidung: Kleidertausch ist immer eine lustige Sache: ladet Euch Freunde oder Familie ein, jede*r bringt etwas zu essen und ein paar Klamotten mit und dann wird fleißig getauscht. Mindestens ein neues Teil findet da jede*r!

Wie Ihr seht, es gibt einige Wege um im Alltag ökologischer zu leben, ohne dass man groß auf etwas verzichten muss. Die Beipiele sollen nur Anregungen sein. Die Liste soll so lang wie möglich werden. Vielleicht hab Ihr ja beim nächsten Repair Café Lust, Euch noch intensiver darüber auszutauschen, was es sonst noch so für Ideen habt, oder könnt schon aus einigen Erfahrungen berichten. Jede*r kann noch etwas lernen oder eue Perspektiven entwickeln. Wie heißt es so schön: Es ist noch kein Meister ist vom Himmel gefallen.